Allgemeine Geschäftsbedingungen (nur gültig für Immobiliengeschäfte)

  1. Ein Vertrag kommt durch fristgemäße Annahme eines von uns dem Empfänger übersandten schriftlichen Angebotes – wie z.B. der Objekt- und Standortinformationen – durch den Empfänger zustande; unsere Geschäftsbedingungen und Provisionssätze werden damit verbindlich. Bei mündlicher Auftragserteilung durch den Empfänger kommt der Vertrag unter Einbeziehung der AGB zustande, sofern wir diese anschließend unverzüglich – z.B. im Zusammenhang mit der Übersendung der Objekt- und Standortinformationen – übersenden.

  2. Unsere Angebote erfolgen unter der Voraussetzung, dass der Empfänger das angebotene Objekt selbst erwerben oder nutzen will. Sie sind streng vertraulich. Jede unbefugte Weitergabe unserer Angebote an Dritte, - auch Vollmacht – oder Auftraggeber des Interessenten, führen in voller Höhe zur Provisionspflicht.

  3. Falls dem Empfänger ein ihm von uns nachgewiesenes Objekt bereits anderweitig bekannt ist, hat er uns dies unverzüglich mitzuteilen. Ein Unterlassen der Mitteilung führt zu Schadenersatzansprüchen wegen nutzloser Aufwendung weiterer Kosten.

  4. Zwischenverkauf und/oder Vermietung bleiben vorbehalten; die Nachweise erfolgen stets freibleibend und unverbindlich aufgrund der Angaben des Verkäufers/Vermieters.

  5. Der Abschluß eines anderen als des von uns ausgewiesenen Vertrages löst Provisionspflicht für den Abschluß aus, wenn und soweit die beiden Geschäfte nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten identisch sind. Eine zeitliche Begrenzung für den Abschluß besteht nicht.

  6. Der Provisionsanspruch wird vom weiteren Schicksal eines zustande gekommenen Abschlusses nicht berührt, gleichgültig, ob dieser in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben oder durch Rücktritt, Widerruf, Kündigung, Anfechtung oder Eintritt einer auflösenden Bedingung unwirksam ist oder wird.

  7. Im Falle der nachträglichen – auch konkludenten – Änderung des Maklervertrages entsteht der Provisionsanspruch für den zustande gekommenen Hauptvertrag auch dann, wenn keine wirtschaftlich Gleichwertigkeit zwischen der zunächst nachgewiesenen Gelegenheit und dem Hauptvertrag (z.B. bei Miete statt Kauf oder bei Erbbaurecht anstelle von Volleigentum) besteht.

  8. Die Provisionssätze für den Nachweis oder die Vermittlung betragen im Erfolgsfalle:

    a)   bei An- und Verkauf von Volleigentum an Grund und Boden – bebaut oder unbebaut, berechnet auf der Grundlage aller dem Verkäufer versprochenen Entgeltleistungen vom Käufer 5% vom Nettokaufpreis.

    b)   bei An- und Verkauf von Unternehmen und/oder Beteiligungen an Unternehmen, berechnet aus dem vertraglich vereinbarten Entgelt vom Käufer 5%.

    c)   bei An- und Verkauf von Erbbaurechten, berechnet auf der Grundlage des Gebäudewerts der aufstehenden und/oder der noch zu errichtenden Gebäude oder Gebäudeteile zzgl. des Wertes des Erbbaurechts vom Käufer 5%.

    d)   bei schuldrechtlichen oder dinglichen Vorkaufsrechten oder Optionen sowie bei Einräumung eines Nießbrauchs, berechnet auf der Grundlage des Verkehrswerts vom Berechtigten 2 %.

    e)   bei Vermietung oder Verpachtung und vergleichbaren Nutzungsverträgen vom Mieter/Pächter
    -    Vertragsdauer bis 10 Jahre (Mindestgebühr) - 3,0 Nettomonatsmieten
    -    10 Jahre übersteigende Vertragsdauer - 3% des auf den 10-Jahreszeitraum entfallenden Mietzinses
    -     Vormietrecht und Optionsrecht, unabhängig von der tatsächlich vereinbarten Dauer - 1,5 weitere Nettomonatsmieten
                                                                                                         
    In allen Fällen tritt zu den Provisionsbeträgen die jeweils gültige Mehrwertsteuer hinzu.
    Die Provisionsansprüche werden fällig, sobald ein Vertrag aufgrund eines Nachweises oder der Vermittlung eines Maklers zustande gekommen ist. Eine Mitursächlichkeit für das Zustandekommen des Vertrages genügt.
    Der Erwerb nach Zwangsversteigerungen steht dem Kauf gleich und führt ebenfalls zum Entstehen eines Provisions-anspruches gegen den Auftraggeber.

  9. Als Erfüllungsort und Gerichtsstand für die Provisionsansprüche ist Mülheim an der Ruhr vereinbart.

  10. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen oder Ergänzungen unserer allgemeinen Geschäftsbedingungen durch eingeschaltete Vertragsmittler bedürfen unserer schriftlichen Bestätigung.

  11. Die Unwirksamkeit einer der bevorstehenden Klauseln läßt die übrigen Bedingungen unberührt.

  12. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

 

Mühlheim, Dezember 2007